• Mario

Autofokus bei einer Nikon richtig einstellen

Aktualisiert: 6. Apr 2018

Fokussieren – wenn das nicht passt, passt das Foto am Ende nicht! Somit ist dies eine der zentralsten Aufgaben eines Fotografen, wobei man allerdings viel falsch machen kann!

In diesem Artikel beziehe ich mich auf Nikon Kameras, da ich noch nie eine Canon oder Sony Kamera mein Eigen nennen durfte, klammere ich diese aus.

Als erstes kümmern wir uns um die Betriebsart des Autofokus. Zu Auswahl stehen AF-S, AF-C und AF-A.


AF-S (Autofokus-Statisch) eignet sich am besten für relativ ruhige Motive, wie zum Beispiel Portraits oder Landschaftsaufnahmen.

AF-C (Autofokus-Kontinuierlich) ist das Gegenteil. Ihn verwendet man bei sich bewegenden Motiven, wie zum Beispiel bei der Sport- oder Tierfotografie.

AF-A (Autofokus-Automatik) ist für die Faulen ;). Dieser legt den Modus je nach Motiv automatisch fest, was allerdings nicht immer perfekt funktioniert.


Ob man nun AF-S oder AF-C verwendet, sollte man sich vor jedem Shooting überlegen und entsprechend festlegen. Vom AF-A rate ich ab.

Die Betriebsart regelt auch die Auslösepriorität: Bei AF-C wird auch ausgelöst wenn das Motiv noch nicht vollkommen scharfgestellt ist. Bei AF-S kann man den Auslöseknopf noch so fest drücken, die Kamera wird erst dann auslösen, wenn Sie das Bild als scharf erachtet.


Wenn der AF-Modus definiert ist, kümmern wir uns um die Messfeldsteuerung. Auch hier kann man einiges falsch machen, oder die falsche Methode in der falschen Situation nutzen.

Erst mal zu den Grundlagen:

Eine Kamera verfügt über einige Fokusmesspunkte. Je nach Modell mehr oder weniger. In meinem Fall sind es 51 Messpunkte an meiner D750. Die Kamera fokussiert steht’s auf das nächst gelegene Objekt der aktiven Messfelder. Die Fokusmesspunkte kann man einzeln oder in Gruppen aktivieren. Auch dies ist je nach Anzahl Messpunkte unterschiedlich.

Automatische Messfeldsteuerung

Dies ist die standartmässig eingestellte Messart. Die Kamera verwendet alle Messfelder der Kamera und fokussiert auf das nächst gelegenste Motiv. Diese Funktion ist aber eher zu ignorieren, da man kaum Möglichkeiten hat in die Automatik einzugreifen. Die Kamera fokussiert, was Sie für wichtig erachtet. Als Fotograf ist es aber von entscheidender Wichtigkeit die Kontrolle über den Fokus nicht aus der Hand zu geben!


Einzelfeldsteuerung

Diese Einstellung verwendet immer nur ein Messfeld zum Fokussieren. Ideal für beispielsweise Makrofotografie. Hierbei kann man das Messfeld selbst definieren und die Kamera wird nur dieses verwenden.


Dynamische Messfeldsteuerung

Fotografiert man ein bewegtes Motiv ist dies die beste Wahl. Hierbei kann man eine Gruppe an Messfeldern um ein Hauptmessfeld bestimmen. Sollte sich das Motiv aus dem Hauptmessfeld bewegen fokussiert die Kamera weiterhin auf das sich bewegende Motiv, auch wenn es das Messfeld längst verlassen hat.


3D-Tracking

Hierbei übernimmt die Kamera einiges an Arbeit. Diese Einstellung ist für sich bewegende Objekte gedacht. Die Fokussierung folgt einem sich bewegenden Objekt auch wenn es sich aus dem festgelegten Einzelmessfeld bewegt. Ich verwende diese Funktion eher selten, da die Automatik nicht immer das macht was man eigentlich will und sich das Motiv ausserdem farblich vom Hintergrund abheben muss.


AE-L / AF-L Taste

Dies ist eine praktische Funktion, welche fast alle Nikon Kameras aufweisen. Mit dieser Taste kann man den Autofokus einfrieren. Wenn man die Taste gedrückt hält wird der gewählte Fokus eingefroren und verändert sich nicht mehr, bis man die Taste wieder loslässt.


Dies war eine kurze Zusammenfassung der Einstellmöglichkeiten vom Autofokus an einer Nikon Kamera. Ich habe natürlich viele Dinge ausgeklammert da ich nicht einen Roman schreiben wollte.


Bei Fragen kannst du dich gerne in den Kommentaren austoben...

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