• Mario

EF#1 - In der Produktfotografie Kunden finden


In meinem ersten Beitrag unter dem Namen „Exercise Friday“ möchte ich mich der Produktfotografie widmen. Genauer gesagt der Auftragsbeschaffung oder auch Kundenakquise.

Ich habe so meine ersten Aufträge erhalten und viele weitere starten die Fotografie auf diese Weise.

Das Ziel welches verfolgt wird, ist jemandem der gar nicht weiss, dass er Bilder seines Produkts benötigt auf sich aufmerksam zu machen. Allgemein geht es bei diesem Trick nur um die Aufmerksamkeit des potentiellen Kunden. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei kleinen Unternehmen zuverlässig. Bei grösseren dürfte es schwierig werden. Aber auch bei kleineren Unternehmen läuft man Gefahr auf Stein zu beissen. Wenn dies geschieht hat man aber immerhin die Erfahrung des Shootings und ein neues Bild fürs Portfolio.

Man geht wie folgt vor: Man sucht sich eine Firma aus. Am besten etwas aus der Region oder was wozu man einen Bezug hat. Danach geht es bereits ans Fotografieren. Man sucht sich einige schöne Accessoires welche zum Produkt passen. Nehmen wir an, ich möchte ein Stück Seife des Startups "bblubb", für welches ich bereits arbeiten durfte, schön in Szene setzen. Zu diesem Seifenstück würden sich Seifenraspeln oder Seifenblasen gut dazugesellen. Allgemein sollte zu diesem Beispiel das Bild eher Clean oder natürlich wirken. Wir entscheiden uns mal für natürlich. In diesem Zusammenhang würde ich ein schönes Stück Holz als Unterlage verwenden. Während des Fotografierens werde ich in diesem Beispiel allerdings feststellen, dass zu viele Accessoires das Bild zu stark verfremden. Also werde ich diese weglassen und entscheide mich für einen schönen, spannenden Hintergrund. Dieses Mal ein Streiflicht auf eine Betonwand. Und schon hat man ein fertiges Bild:

Das Beispiel ist etwas gefaked. Da es sich bei diesem Bild um eine Auftragsfotografie handelt und es nicht mit der besagten Methode entstanden ist. Aber es ist ein klassisches Beispiel bei welchem dieses Vorgehen klappen kann.


Ein Bild bei dem ich dies angewandt habe, ist zum Beispiel dieses hier:

Ich wollte Bier schön in Szene setzen. Ich habe mich für das Oberland Amber entschieden. Ich nahm einen rustikalen Bierkasten hervor und besorgte etwas Hopfen und lichtet dies auf einem alten Stuhl ab. Ich hätte gerne eine schöne furchige Holzplatte als Unter- und Hintergrund verwendet, dies hatte ich aber leider damals nicht zur Hand. Jedenfalls habe ich das Bild geschossen, überarbeitet und auf den sozialen Netzwerken verbreitet. Wichtig ist hierbei die entsprechende Firma zu tagen (auf dem Bild markieren), oder im besten Fall gleich direkt anzuschreiben.

Eine Woche später wurde ich von der Firma „Rugenbräu“ angeschrieben, welche das Bier vertreibt. Sie möchten mir das Bild gerne abkaufen. Da ich aber noch keine Einnahmen versteuern möchte(zu viel Papierkrieg), habe ich mich mit ihnen auf einen Tausch geeinigt. Bier gegen Bild ;)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Wie lange dauert es wohl 30l Bier zu trinken? ;)

Dieses Geschäft war aber eher Glücksache. Bei einer Firma dieser Grösse ist es schwerer damit Erfolg zu haben. Normalerweise sind Startups die beste Anlaufstelle für solche Versuche. Und wenn es nicht funktioniert hat man zumindest seinen Namen gestreut und findet mit etwas Glück über Umwege einen Auftrag. Da es schwer ist in der professionellen Fotografie Fuss zu fassen, kann diese Vorgehensweise den Weg ebnen zum Erfolg.


Welche Erfahrungen habt ihr mit der Methode? Oder konnte ich euch gar motivieren es zu versuchen? Ich freue mich auf Kommentare!

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