• Mario

Shooting mit Triathlet | Pixel-Journey

Wieder eine neue Beitragsserie? Der Typ ist doch verrückt!… Da muss ich dir auch teilweise recht geben ;) dennoch ist es mir ein grosses Anliegen, dies dir zu erzählen.

Mit «Pixel-Journey» will ich dir meine Werke etwas näher bringen. Dir zeigen was ich tue und wie ich es tue. Egal ob Kunde, Fotograf oder neugieriger Leser. Euch allen will ich zeigen was die Fotografie hinter den Kulissen für mich so spannend macht. Sei dies während eines Shootings, in der Nachbearbeitung oder im Schneesturm auf dem Creux du van. Hier erzähle ich dir meine spannenden Geschichten rund ums Fotografieren. Geschichten meines Lebens...


Nun aber zum heutigen Thema:

Zusammen mit dem Triathleten Andreas Kummer, durfte ich die Blitze heisslaufen lassen. Geplant waren vorerst Bilder für seine Homepage. Ruhige Bilder die wirken können. Nach einem kühlen Bier und vielen Worten der Ideenfindung haben wir uns schliesslich auf 2 Musterbilder geeinigt. Ich möchte allerdings heute nur auf das Eine eingehen.

An dem verregneten Samstagabend, als wir uns zum Bier verabredeten, war nicht mehr an Fotografieren zu denken. Wir vereinbarten einen Termin am folgenden Wochenende, an dem unser Projekt in die Tat umgesetzt werden würde. Wie wir alle wissen, kann eine Woche wie im Flug vergehen – und so war es dann auch. Ehe ich mich versah stand ich bereits mit Kamera in der Hand vor meinem Model… Ach…. Halt - da war noch was… - Kaffee! Es war früh am Morgen, nach einem wie gewohnt etwas späteren Freitagabend. Ohne das heisse, dampfende Etwas war nicht an ein Shooting zu denken. Nach, erneut sehr vielen Worten lustigen Momenten und etwas Kaffee stand ich dann aber doch mit Kamera vor Andreas.

Und nun, nach der etwas ausufernden Einleitung, kommen wir zu dem, wofür du hier bist – das Shooting.


Geplant war eine Komposition mit schwarzem Hintergrund. Ein ruhiges Bild mit dem Hauch zur Dramatik war das Ziel. Entsprechend bepackt mit Stativen, Softboxen, Adaptern und Aufsteckblitzen machte ich mich an die Arbeit. Das Shooting fand ausnahmsweise in meiner Wohnung statt. Nicht die idealen Verhältnisse für ein Shooting, aber kurzfristig war es eine gute Lösung.


Wie gewohnt macht das Wetter nicht das, was man gerne hätte. Auch nicht an diesem Samstag. Improvisieren war angesagt. Die Sonne brannte auf den Balkon (aus Platzgründen der einzige, für ein Shooting nutzbare, Ort in meiner Wohnung) und machte das erarbeiten eines schwarzen Hintergrundes schwer – sehr schwer. Die Blitze wollte ich nicht zu stark aufdrehen, da ansonsten unschöne Spiegelungen und glänzende Stellen entstanden. Nach einiger Zeit entschied ich mich den Hintergrund in der Nachbearbeitung zu richten. Gut für das Shooting, schlecht für meinen Freundeskreis (das dauert…). Also Shooteten wir mit einem nicht komplett schwarzem Hintergrund. Dachte ich zumindest… später am Computer wurde aber sichtbar, was unter der brennenden Sonne kaum zu sehen war – der Hintergrund war viel zu hell. Nichts schlimmes für das fertige Bild, aber erneut: sehr zeitraubend.

Nikon D850 | 1/250 Sek. | f/16 | ISO 50 | 35mm | unbearbeitet

An dem Tag war leider nichts anderes zu machen. Es war immer noch die beste Lösung... besser als unnatürlich glänzende Haut durch zu starkes Licht (-und den Gebrauch von ND-Filtern) und auch besser als gar keine Bilder.

Postproduktion

Der Nachbearbeitung ist bei diesem Bild besondere Beachtung zu schenken. Sie hat wohl am meisten Zeit verschlungen. Dank der etwas unglücklichen Verhältnisse, musste ich die Silhouette von Hand ausschneiden. Bei solchen Bedingungen kann auch Photoshop nicht mehr automatisiert maskieren. Also habe ich einige Zeit mit Millimeterarbeit verbracht. Besonders die Haare waren eine Herausforderung, oder besser gesagt eine Geduldsprobe. Ich musste die einzelnen Haare von Hand nachzeichnen, da auch hier Photoshop keinen Finger mehr krummmachen wollte. Nach dieser mühseligen Arbeit musste mich erstmal das kühle Nass eines guten Berner Biers wiederbeleben (Ungewollt erhält Bier eine starke Bedeutung in diesem Beitrag - nee... ich hab's im Griff!).

In solchen Momenten bin ich steht‘s froh, dass ich auf die Surface-Reihe von Microsoft gesetzt habe. Mittlerweile werkelt das SurfaceBook für mich. Dank integriertem Zeichnungsstift geht maskieren viel einfacher von der Hand. Danach ging das Bild nochmals bei Lightroom zu besuch, wo es seinen finalen Anstrich bekam. Fertig:

Nikon D850 | 1/250 Sek. | f/16 | ISO 50 | 35mm | bearbeitet

Mit dem Bild bin ich zufrieden, nicht übermässig begeistert, aber zufrieden. Dies kann ich nicht von vielen Bilder sagen. In der Regel habe ich viel zu meckern an meinen Aufnahmen. Der Fluch eines jeden Künstlers würde ich sagen...

Hier würde ich lediglich eine andere Location wählen, um in der Nachbearbeitung weniger Zeit zu verschwenden, das Resultat wäre jedoch dasselbe.


Ende gut, alles gut! Die Bilder sind im Kasten - Kunde zufrieden, ich zufrieden, was will man mehr :)

An dem Tag entstand, wie bereits angesprochen, auch noch ein weiteres Bild. Auch das will ich dir natürlich nicht vorenthalten:

Nikon D850 | 1/100 Sek. | f/6.3 | ISO 125 | 35mm | bearbeitet

Dann bleibt mir nur noch zu sagen: Danke Ändu für das Vertrauen!

Und an alle anderen: Besten Dank, dass ihr bis hierhin dabei wart!

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