• Mario

EF#2 - Schwarzer Hintergrund ohne Nachbearbeitung

Aktualisiert: 14. Apr 2018


Viele werden diesen Trick bereits kennen, trotzdem kann ich hoffentlich noch einigen die Augen öffnen und dies etwas näher bringen.

Es geht darum einem Foto einen schwarzen Hintergrund zu verpassen ohne nachträgliches Bearbeiten. Es ist keineswegs schwierig, aber je nach Situation etwas frustrierend und mühsam.


Das Prinzip ist simpel. Man stellt die Kamera so ein, dass ohne Blitze ein schwarzes Bild entsteht. Hierbei sind ND-Filter sehr hilfreich, aber auch ohne Problemlos machbar, allerdings nur mit geschlossener Blende (~f16). Anschliessend erzeugt man rein mit dem Blitzlicht sichtbare Bereiche auf dem Sujet. Im Normalfall wird es sich um ein Model handeln. Man richtet die Blitze also so aus, dass das Licht nur das Model, oder bestimmte Körperteile trifft, jedoch nicht Objekte die im Hintergrund stehen.

Hiermit sind wir auch bereits bei der Schwierigkeit dieser Methode angelangt. Der Lichtreflexion. Bei grossen freien Flächen, werden selten Probleme auftreten. Jedoch ist dies alles andere als der Norm Fall. Normalerweise ist man in einem Studio beim Shooten.

Das heisst, irgendwo in einer gewissen Entfernung werden Wände oder Objekte sein. Diese reflektieren je nach Farbe und Material das Licht stark. Das kann zu einer frustrierenden Übung führen und erfordert einiges an Geduld und Aufwand. Mit etwas Erfahrung wird es einfacher…


In Räumen wo Lichtreflektionen zum Problem werden können, muss man fast zwingend auf Dinge zurückgreifen, welche das Licht entsprechend dorthin steuern, wo es gebraucht wird. Ich verwende im Normalfall Softboxen und Spotlights. Mit diesen Mitteln konnte ich bisher jegliche Lichtprobleme lösen.

Manchmal muss man auch etwas basteln und Schranken für das Licht festlegen. Heisst: Den Blitz seitlich abschirmen mit z.B. einem Reflektor (schwarze Seite).


Wenn eine Wand hinter dem Sujet steht ist es schwieriger. Man muss den grösstmöglichen Abstand zur Wand einnehmen und entsprechend nicht von vorne Blitzen. Hierbei ist man meist gezwungen das Licht seitlich zu positionieren, sodass kein Licht den Hintergrund aufhellt.


Wenn man die Mühe auf sich genommen hat, kann man aber erstaunliche Ergebnisse hinzaubern. Ich habe bei einem meiner ersten Shootings mit einer Balletttänzerin mit dieser Methode gearbeitet – bei strahlender Sonne am Nachmittag. Auch bei solchen Verhältnissen kann man ohne grosse Probleme einen pechschwarzen Hintergrund erreichen. Blende f16 / oder Alternativ ND-Filter und die Verschlusszeit auf 1/200 und schon kann es losgehen.


Unten sieht ihr einige Beispielbilder zu dem Thema. Alle sind am Tag entstanden und sind jeweils natürlich bearbeitet. Nicht aber der Hintergrund.


RAW-PIX orange schwarzer hintergrund.png
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